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  • Reimagining Church: Pursuing the Dream of Organic Christianity
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  • Organic Church: Growing Faith Where Life Happens (Leadership Network Publication)
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Dienstag
07Jul2009

Das verheißene Land - Teil 3

Das Land war nun zum Greifen nah, das Ziel ihrer Jahrzehnte langen Reise endlich in Sicht. Es gab nur noch ein Problem: zwischen ihnen und dem Land lag der Fluss Jordan und er führte Hochwasser! Unmöglich, ihn zu dieser Jahreszeit zu überqueren. Sicher, ihre Eltern und Großeltern hatten ihnen davon erzählt, dass sie mit Gottes Hilfe durch das Rote Meer gegangen wären, aber das war lange her und bis auf Josua und Kaleb hatte das niemand von ihnen miterlebt.

Das verheißene Land liegt nicht auf einem silbernen Tablett bereit, damit wir nur zugreifen brauchen. Es liegt wahrscheinlich hinter irgendeiner Unmöglichkeit - zum Greifen nah und doch unerreichbar weit weg. Und das ist auch Absicht. Warum? Weil Gott sich in unserem Leben verherrlichen will. Wenn es einfach wäre, hätte Er dazu keine Gelegenheit.

Uns geht es oft um die Ergebnisse, aber Gott ist an den Prozessen interessiert. Was wir für Umwege und Sackgassen halten, ist Teil von Gottes Plan. Wenn wir mit den Schwierigkeiten des Lebens konfrontiert werden, dann macht das etwas mit uns. Und das ist es, worauf Gott aus ist. Also, was wirst Du tun? Wirst Du jetzt aufgeben oder wirst Du Gott vertrauen und Seine Wunder sehen?

Auch wenn es nicht so aussieht, Gott führt uns auf vorbereiteten Wege. Uns scheinen sie unmöglich, aber wenn wir sie trotzdem gehen, entdecken wir, dass Gott selbst vor uns geht und uns die Straße ebnet. Wichtig ist, dass wir Ihm folgen und Ihn nicht vor unseren Karren spannen wollen. Josua befahl seinem Volk, nicht zu nah an die Bundeslade zu gehen, die vor ihnen herging. Wenn das Volk zu nah an der Lade wäre, würden sie nicht erkennen können, wohin sie geht (Jos. 3:4).

Kann man denn zu nah an Gott dran sein? Sicher, von Seiner Gegenwart kann man nie genug haben. Trotzdem kann es uns passieren, dass wir vor lauter heiliger Gefühle die eigentliche Aufgabe aus dem Blick verlieren. Als Petrus, Jakobus und Johannes erlebten, wie Jesus vor ihren Augen verwandelt wurde und mit Mose und Elia sprach, wollten sie am liebsten dort Hütten bauen und für immer auf dem Berg bleiben! Auch wir Christen können es uns miteinander und in Gottes Gegenwart so gemütlich einrichten, dass uns die Mission Gottes vollkommen egal wird. Manche nennen diesen Zustand "Koinonitis" - Gemeinschaftssucht.

Gott führt uns Wege, die wir bislang noch nie gegangen sind. In diesem Neuland sind wir darauf angewiesen, Ihm zu vertrauen und seiner Leitung zu folgen. Die Priester trugen die Bundeslade auf ihren Schultern in den Jordan. Und als ihre Füße im Wasser waren, da geschah das Wunder. Nicht vorher - erst danach. Der Fluss begann sich vor den Priestern zu stauen und hinter ihnen abzulaufen. So konnte das Volk den Jordan überqueren.

Ich habe keine Ahnung, wie den Priestern dabei zumute war. Es ist gefährlich, in einen reißenden Fluss zu steigen. Aber sie taten es, weil sie Gott vertrauten. Wenn Dir Gott einen Weg zeigt, dann kannst Du ihn auch gehen - selbst, wenn das unmöglich scheint. Es kommt darauf an, Seiner Stimme zu folgen, ihm zu glauben und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Du bist ein Priester, die Gegenwart Gottes ruht auf Deinen Schultern und wenn Du Deinen Fuß in den Fluss gesetzt hast, dann wird der Weg frei! Warte nicht, bis der Weg frei ist - geh' einfach Deinem Gott hinterher.

Dann wirst Du auch erleben, dass Dein Vertrauen und Gehorsam den Weg für das Volk ebnet, für Menschen, die Gott suchen, ihn aber nicht aus eigener Kraft finden können. Auf diese Weise verherrlicht sich Gott durch Dein Leben. Du wirst zum Vorbild, dem andere folgen können. Deine Geschichte ermutigt andere, es Dir gleich zu tun.

Josua befahl dem Volk, auf dem Weg durch den Fluss zwölf große Steine mitzunehmen. Sie sollten im Nachtlager der Israeliten aufgestellt werden. Wozu brauchte er diese Klunker? Er machte daraus eine Gedenkstätte für viele Generationen. Die Erfahrungen, die wir mit Gott machen, wenn wir das Unmögliche mit Ihm wagen, geben uns und anderen Kraft für neue Aufgaben und Herausforderungen. Deshalb sind diese Souvenirs wichtig.

Nimm Dir einen Augenblick Zeit, Deine Souvenirsammlung zu bestaunen. Was hast Du mit Gott bereits erlebt? Welche Wunder sind vor Deinen Augen schon geschehen? Wo hat Er Dir gesagt, dass Er etwas für Dich tun würde und das ist dann auch geschehen? Wann hast Du gebetet und Gott hat geantwortet, obwohl alles dagegen sprach? Diese Erfahrungen sollen Dich ermutigen, auch die nächsten Schritte zu wagen. Du wirst sehen, Gott war Dir damals treu, er wird es auch heute und morgen sein. Und jetzt folge Ihm nach und nimm Dein verheißenes Land ein!

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